Ein spirituelles Tagebuch

Allein oder mit Anderen?

So, die erste Botschaft wurde ins kollektive Unterbewustsein gespeist. Spirituelle "Diletanten" vereint euch! Und erkennt, das ihr bereits auf dem Weg seid. Das musste sich jetzt erstmal setzen...eine offene Aussage die von Menschen gehört werden kann, die es hören wollen. Normalerweise beschränkt sich mein Zuhörerkreis auf Menschen, die keine Ahnung davon haben, was ich Ihnen mitteilen möchte. Ich habe mich daran gewöhnt einen Monolog in Dialogen zu führen. Nicht verstanden zu werden, hat den Vorteil in gewisser Weise unantastbar für Kritik zu sein. Keiner meiner Freunde würde es wagen mich zu kritisieren oder zu verbessern. Immerhin würde er sich damit der Gefahr aussetzen mir noch länger zuhören zu müssen, wenn ich darauf antworte.

Leider jedoch hege ich den Verdacht, das ein Leben ohne Kritik die Gefahr in sich birgt mit zunehmenden Alter in Selbstgefälligkeit, Selbstüberschätzung und Realitätsverlust zu verfallen. Bisher bin ich meinen spirituellen Weg allein geganen, seid über 10 Jahren warte ich auf Gleichgesinnte oder vielleicht gar einen Lehrer. Vergebens... Ich erhalte Informationen wenn ich sie brauche und erhalte Menschen die man als Spiegel betrachten kann...Bei einem Spiegel ist es egal ob er die gleichen Ansichten hat oder nicht. Er gibt nur wider was ich in mir trage. Vielleicht sollte ich Anfangen meine Spiegel als Kritik zu sehen. Den gerade ist mir aufgefallen....dass ich ehrlich gesagt nur negative Eigenschaften gespiegelt bekomme. Wo sind die guten? Ich glaube das wollte ich jetzt eigentlich nicht hören....Genau genommen muss ich mich schon seit geraumer Zeit mit einem nicht enden wollendem Strom tollwütiger Amazonen herumschlagen. Sägt man eine ab, steht schon die nächste auf der Matte. Unglücklicherweise stören sie mein harmoniebedürfnis, wenn sie mit ihrem lauten Kampfgeschrei durch mein Leben ziehen, ständig irgendwelchen Feinden auf den Fersen.

Anfangs hab ich sie bewundert. Jawoll es gibt noch Menschen die für etwas einstehen. Mit Kraft, Courage und einem bodenständigen Verstand die Dinge durchblicken und sich nichts gefallen lassen. Doch leider vermisse ich etwas... die Früchte ihrer nicht enden wollender Sisiphusarbeit. Was nützt es zu erkennen was falsch läuft, wenn man dann doch immer nur gegen Mauern rennt. Denn eine Amazonennatur ist zum Kämpfen da, und dementsprechend wird der Strom an Feinden und Bösewichtern wohl nie abreissen. Außerdem beobachte ich, dass wenn man diese Natur lebt, man keine Überlebenden zurück lassen sollte. Denn sobald diese wieder auf den Füßen stehen, wird ihre Rache grausam sein.

Die energetische Frequenz in der wir leben und unsere Welt nennen, ja vielleicht as ganze Universum lässt sich nicht mit Druck, Zwingen und Gewalt zu einem Ort des Friedens verändern. Früher konnte ich mir nicht vorstellen, dass man mit NICHT handeln etwas zum Besseren verändern könnte. Voller Verachtung habe ich auf die Menschen geblickt die durch Ihre Passivität dem Bösen freie Hand gaben. Doch langsam, dank meines letzten Amazonenspiegels dämmert es mir....es ist ja nicht das nicht handeln, das die Welt besser macht. Sondern vielmehr wie es der Buddha beschrieb:

So wie man mit einem Keil den anderen Keil herausschlägt, soll man mit den heilsamen Dingen den unheilsamen Dingen den Platz streitig machen. Das positive Heilsame stärken heißt die Devise, nicht das Übel bekämpfen. Den zwei energetische Konzepte können nicht an ein und dem selben Ort gleichzeitig existieren. Wo Licht ist, kann kein Dunkel sein. Einen dunklen Ort erhellt man ja auch indem man Licht bringt, nicht indem man das Dunkel verflucht.

Schöne Worte....mal sehen was ich morgen noch davon weiß. Oder noch besser, wenn ich es brauche. Inspiriert wurde ich durch meine momentane Amazone. Die ersten beiden standen auf der anderen Seite der Front und haben mich bekämpft. Ich brauchte zwei Jahre um sie los zu werden. Die jetzige steht in meinen eigenen Reihen. Sie ist meine beste Freundin geworden. 

Gestern hat sie zum zweiten Mal versucht "mich zu retten" auf meiner Seite zu stehen, mir ins Gewissen zu reden oder mir den Rücken zu stärken. Das hierfür gar kein Bedarf bestand schien ihr egal. Und immer wenn sie das ungefragt tut aktiviert sie Abwehrmechanismen in mir. Ich habe keine Ahnung warum. Und es fällt mir sehr schwer, nicht zum Gegenschlag aus zu holen und den Bringer der kämpferischen Energien verbal vernichtend zu erschlagen. Das kann ich ganz gut. Ich fühle mich bedroht wenn sie ihr Temperament auf mein Leben richtet und ich habe die Neigung Bedrohungen unüberlegt und gnadenlos aus zu schalten. Aber ich bin stolz auf mich...Ich habe nicht zum Gegenschlag ausgeholt, wenngleich es bedeutete mich im Bad einsperren und mir die Ohren zu halten zu müssen bis sie gegangen war. Auf drängen meines Sohnes habe ich sie kurze Zeit später angerufen um die Energie aus der Situation zu nehmen. Ich wusste sie würde sonst nicht schlafen können und es würde ein irrsinniges energetisches Geflecht um nichts entstehen. Es war das dritte mal das meine Freunde es geschafft haben binnen ein paar Wochen ohne ersichtlichen Grund mit Worten flammenden Zorn in mir aufsteigen zu lassen.

Da ich von der karmischen Lehre des Buddha überzeugt bin, werde ich mein allerliebstes Spielzeug, meine Fähigkeit zu sprechen wohl etwas besser kontrollieren müssen. Den Offensichtlich habe ich mit dieser Fähigkeit eine Schneise der Verwüstung hinter mir gelassen. Wäre das nicht wunderbar, wenn kein Wort es mehr schaffen könnte ein negatives Gefühl in uns hervor zu rufen? Mal sehen....

16.9.16 12:25

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